Rund um‘s Thema Wertpapiere

16. Februar 2021

Wissenswertes in mehreren Teilen

In den nächsten Wochen wollen wir hier zum Thema „Wertpapiere” ein wenig Basis-Wissen liefern und informieren. Dazu haben wir uns eine kleine Serie überlegt.

Heute starten wir mit Teil I und den Begriffen „Aktien” und „Aktienfonds”.

Mit dem Begriff Aktien verbinden viele Menschen Dinge wie Vermögen, Gewinne und Verluste oder die Börse. Aber wofür werden Aktien eigentlich gebraucht?

Dazu ein stark vereinfachtes Beispiel: Das ABC-Unternehmen benötigt Geld für die eigenen Expansionspläne. Finanzielle Mittel kann sich die Firma entweder durch einen Kredit bei der Sparkasse oder Bank besorgen oder aber an den Kapitalmarkt gehen und eigene Aktien ausgeben. Die Investoren zahlen für diese Anteile Geld und erhalten einen kleinen Teil am Unternehmen – sie werden somit Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Als solche sind sie dann auch am wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg der Gesellschaft unmittelbar beteiligt. Das Unternehmen besitzt zwar nicht mehr 100 Prozent der Firma, teilt dafür aber das Risiko mit seinen Aktionären. Bei einem Kredit wird der Firma das Geld hingegen nur geliehen, sie muss es samt Zinsen zurückzahlen. Das Unternehmen behält somit 100 Prozent der eigenen Firma, trägt dafür aber auch das finanzielle Risiko alleine.

Für ihre Beteiligung haben die Anteilseigner Rechte, die durch das Aktiengesetz geregelt werden. Diese unterteilen sich in Verwaltungs- und Vermögensrechte. So gehört die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Hauptversammlung zu den bekanntesten Verwaltungsrechten, das Recht auf einen Anteil am Bilanzgewinn der Firma zu den wichtigsten Vermögensrechten. Und damit wären wir auch bei der Begründung, warum Aktien ein erfolgreiches Finanzinstrument sind und sich Investoren Aktien kaufen: Sie hoffen auf eine lukrative Beteiligung an einem florierenden Unternehmen – und zwar durch Einnahmen aus Dividenden und Kursgewinnen.

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Bei einem Fondskauf werden die Risiken gestreut – eine gängige Aussage, wenn es beispielsweise um den Kauf von Aktienfonds geht. Aber was bedeutet das eigentlich? Ganz einfach: Anstatt einzelne Aktien zu kaufen und sich ins Depot zu legen, wird ihre Geldanlage innerhalb eines Topfes, nämlich eines Fonds, auf viele Wertpapiere verteilt. Dadurch reduziert sich das Risiko. Denn sollte eine einzelne Aktiengesellschaft Insolvenz anmelden, erleidet der Anleger dadurch bei einem Aktienfonds keinen Totalverlust, da er an einer Vielzahl von Unternehmen beteiligt ist.

Ein Fonds, genauer ein Investmentfonds, wird von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft aufgelegt und angeboten. Die Gesellschaft sammelt Gelder der Anleger für den Fonds, bündelt sie und investiert dann in vorher festgelegte Anlagebereiche. Beispielsweise gibt es Fonds, die nur Aktien einer bestimmten Branche, eines bestimmten Landes, einer bestimmten Region oder Aktien zu einem bestimmten Anlagethema enthalten.

Neben der Risikostreuung haben Anleger den Vorteil, dass die Suche nach geeigneten Wertpapieren entfällt. Zumal dem einzelnen Anleger oft das Know-how und die Zeit fehlen, um sich detailliert mit der Vielzahl an Aktien zu beschäftigen. Als Anteilseigner eines Aktienfonds überlässt man diese Arbeit dem Fondsmanager. Er beobachtet den Markt und nimmt Käufe oder Verkäufe vor.

Wie bei einer Einzelaktie kann man bei Aktienfonds jederzeit ein- und aussteigen, also Fondsanteile zum gegenwärtigen Preis börsentäglich kaufen und wieder verkaufen.

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