Rund um‘s Thema Wertpapiere

2. März 2021

Wissenswertes in mehreren Teilen

Heute geht unsere kleine Serie rund um‘s Thema Wertpapiere weiter.

In Teil III gehen wir auf „Asset Allokation oder auch „Diversifikation” ein.

Foto: ©m.mphoto - stock.adobe.com

„Lege nicht alle Eier in einen Korb“, lautet eine der bekanntesten Börsen-weisheiten. Doch welche Handlungsempfehlung verbirgt sich genau dahinter? Für Anleger geht es um die Aufteilung ihres Vermögens auf verschiedene Anlage-klassen, in der Fachsprache auch Asset Allokation oder
Diversifikation genannt. Das können beispielsweise Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Währungen sein. Wichtig zu wissen ist, dass Chancen und Risiken eines Portfolios von der Auswahl und Gewichtung der unterschiedlichen Wertpapiere abhängen.

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Aus diesem Grund sollten Anleger ihr Kapital auf viele verschiedene „Körbe verteilen“. Ziel dieser Aufteilung auf verschiedene Investmentbereiche (auch Diversifikation genannt) ist es, das Risiko zu verringern. Das führte der US-amerikanische Ökonom Harry M. Markowitz bereits im Jahr 1952 in seiner Portfoliotheorie aus. Der spätere Nobelpreisträger wies nach, dass das Risiko im Portfolio gesenkt werden kann, indem man die wechselseitige Wirkung (Korrelation) einzelner Anlagen bzw. Anlageklassen berücksichtigt.

Am besten streut man die Investitionen über verschiedene Anlageklassen in unterschiedlichen Ländern und Branchen. Anleger reduzieren so das Risiko hoher Wertschwankungen in ihrem Depot im Vergleich zu einer Einzelanlage.

Dazu ein vereinfachtes Beispiel: Anleger A, der nur in Autoaktien investiert, trägt ein größeres Risiko in seinem Portfolio als Anleger B, der neben Autowerten auch noch Finanz-, Pharma- und Konsumaktien besitzt. Der Grund: Sollte es in der Autobranche zu einer Absatzschwäche kommen, werden die Autoaktien von Anleger A in Mitleidenschaft gezogen. Hingegen ist es nicht zwingend, dass die Aktien aus den anderen Branchen von Anleger B gleichermaßen im Kurs fallen. Es ist daher hilfreich zu wissen, wie sich die anderen Branchen im Depot von Anleger B entwickeln, wenn die Autoaktien fallen.

Aber warum überhaupt den „Aktienkorb belegen“, wenn er Verlustgefahren birgt? Ganz einfach: Die Historie zeigt, dass Aktien auf lange Sicht die höchsten Renditechancen aufweisen. Da nur die wenigsten Anleger die Möglichkeit haben, eine große Anzahl von Aktien, Anleihen und Immobilien zu kaufen und selbst zu verwalten, sollten sie über Investmentfonds nachdenken. Schon ein einzelner Fonds kann weit mehr als 100 verschiedene Wertpapiere enthalten. Der Fondsmanager wacht permanent über die Zusammensetzung des Korbs und verfolgt dabei stets das Ziel, dass keines der Eier zu Bruch geht.

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